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Knochendichtemessung mit dem Sonost 2000
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Informationen über:
Knochendichtemessung
Osteoporose
Knochendichtemessung
Die Osteodensitometrie (Knochendichtemessung) ist ein Verfahren, mit dessen Hilfe die Knochendichte bestimmt werden kann.
Die Osteoporose ist eine Krankheit, die als Spätkomplikation Knochenbrüche erzeugt. Am häufigsten treten Wirbelkörpereinbrüche, Oberschenkelhalsbrüche und Armbrüche auf.
Die Brüche selbst sind außerordentlich schmerzhaft und können auch nach erfolgreicher Therapie langfristig Behinderungen im Alltag verursachen. Das Risiko vorzeitigen Sterbens steigt sowohl nach Wirbelkörpereinbrüchen als auch nach Oberschenkelhalsbrüchen deutlich an. Der Grund dafür ist die Bettlägerigkeit nach dem Knochenbruch und deren Folgekrankheiten (z.B. Embolien). Nach einem Oberschenkelhalsbruch droht jedem 5. Betroffenen die versorgungspflichtige Invalidität. Die wirksame Behandlung der Osteoporose ,und als deren Voraussetzung die Diagnostik ist also ausgesprochen wichtig.
Die Osteodensitometrie (Knochendichtemessung) ist ein Verfahren, mit dessen Hilfe sich das Risiko zukünftiger Knochenbrüche bestimmen lässt. Gemeinsam mit anderen Faktoren wie Ausbildung der Muskulatur, Koordination, Lebensalter usw. kann eine verminderte Dichte zu Knochenbrüchen führen, ohne dass ein angemessenes Trauma wie ein Sturz vorausging. Nur durch Osteodensitometrie kann die Knochendichte quantitativ bestimmt werden.
Die Untersuchung selbst belastet den Patienten kaum. Sie dauert ca. 10 - 20 Minuten. Vorbereitungen und Nachsorge sind nicht notwendig.
In der Diskussion ist dieses Verfahren deshalb, weil es durch die Pflichtversicherungen erst erstattet wird, wenn Spätkomplikationen der Osteoporose (d.h. Knochenbrüche)eingetreten sind. Dies hat zur Folge, dass die Patienten erst bei fortgeschrittenem Leiden diagnostiziert werden, und dass sich dadurch die Möglichkeiten der Behandlung deutlich verschlechtern. Im Gegensatz zu frühzeitig behandelten Patienten steigt das Risiko zukünftiger Knochenbrüche um das Dreifache, wenn die Behandlung erst nach Auftreten erster Knochenbrüche beginnt.
Eine Osteoporose wurde bis in jüngste Zeit erst dann definiert, wenn eine Knochensubstanzverminderung zu Knochenbrüchen ohne angemessenes Trauma geführt hat. Seit internationaler Anerkennung der Osteodensitometrie existiert aber auch die Definition der Osteoporose, die sich an ihren Messwerten orientiert (ab Knochendichte weniger als 2,5 Standardabweichungen vom Normwert).
Der Nutzen einer medikamentösen Behandlung war bis vor kurzem wissenschaftlich nur bei bereits eingetretenen Knochenbrüchen belegt. Weil die Diagnose vorher nicht zu einer medikamentösen Behandlung führte, wurden die Kosten für das Verfahren nicht erstattet, wenn nicht schon osteoporotisch bedingte Knochenbrüche eingetreten waren. Mittlerweile ist der Nutzen einer medikamentösen Behandlung durch angemessene Therapiestudien auch bei Patienten belegt, bei denen eine Frühtherapie erfolgt. Die Kosten werden weiterhin nicht erstattet.
Quelle: www.yavivo.lifeline.de
Osteoporose
Allgemeines
Osteoporose ist eine Krankheit, deren Spätfolgen, die Knochenbrüche (Frakturen), für die Betroffenen im Falle der fehlenden Behandlung ein gleiches Ausmaß an Qual und Behinderung verursachen können wie z.B. ein Herzinfarkt.
Von der WHO wurde die Osteoporose in die Liste der weltweit 10 bedeutendsten Krankheiten aufgenommen, sowohl was die Krankheitsfolgen, als auch die dafür aufzuwendenden Behandlungskosten betrifft.
In Deutschland leiden bereits 5 – 7 Millionen Menschen an Osteoporose. Ein Ziel muss die Verhinderung dieser chronischen Krankheit durch Vorbeugung in jüngeren Jahren sein, das andere eine sachgerechte Therapie der manifesten Osteoporose.
Für die bereits eingetretene Osteoporose stehen heute wirksame Medikamente für die Behandlung zur Verfügung.
Durch richtige und rechtzeitige Behandlung kann die Anzahl der durch Osteoporose bedingten Knochenbrüche entscheidend reduziert werden!
Krankheitszeichen
Knochenbrüche bei leichten Unfällen sind ein Zeichen dafür, dass eine Osteoporose vorliegen könnte.
Für die Osteoporose typisch sind Wirbelkörperbrüche. Sie führen zu akuten Rückenschmerzen. Als Ursache werden Anheben gar nicht schwerer Lasten, Abrutschen von einer Stufe, Ausrutschen u. Ä. angegeben.
Ein Zusammensintern von Wirbelkörpern kann auch schleichend und fast schmerzlos erfolgen – die Abnahme der Körpergröße von mehr als 3 - 4 cm ist daher auch osteoporoseverdächtig.
Brüche des Oberschenkelhalses (besonders typisch für ältere Menschen) werden häufig durch Sturz auf die Seite verursacht.
Rippenbrüche können beim Husten entstehen, osteoporosetypische Handgelenksbrüche durch Abstützen bei einem drohenden Sturz.
Entstehung und Ursachen
Frauen leiden häufiger an Osteoporose als Männer, da mit den Wechseljahren die Östrogene als ein Schutzfaktor des Knochens ausfallen.
Eine von drei Frauen und einer von sechs Männern über 50 Jahre tragen das Risiko, im Laufe des weiteren Lebens einen durch Osteoporose bedingten Bruch zu erleiden.
Wichtige Risikofaktoren bei Frauen und Männern sind:
– erbliche Belastung– Einnahme von Cortison-Präparaten über längere Zeiträume
– calciumarme und zu phosphatreiche Ernährung
– Verdauungsstörungen mit chronischen Durchfällen
– Vitamin D-arme Lebensweise (Ernährung und Besonnung)
– mangelnde Bewegung (wird meist unterschätzt, vor allem bei Phasen längerer Bettruhe oder Lähmungen)
Daneben können Hormonstörungen, Darm-, Leber-, Nieren- und auch Tumorerkrankungen das Krankheitsbild einer Osteoporose erzeugen (sogenannte sekundäre Osteoporosen).
Beim Mann kann eine Unterfunktion der Hoden (sog. Hypogonadismus) zur Osteoporose führen.
Vorbeugung
Osteoporose könnte bei vielen Menschen verhindert werden durch regelmäßige sportliche Aktivität mit Muskelkräftigung und durch richtige Ernährung.
Im Verlauf des ganzen Lebens ist die Calcium-Zufuhr wichtig. Die wichtigsten Calciumlieferanten sind Milch und Milchprodukte, calciumreiche Mineralwässer sowie grüne Gemüse (Grünkohl, Brokkoli, Lauch).
Für einen gesunden Knochen ist auch Vitamin D von großer Bedeutung. Es ist vor allem in Seefisch enthalten, wird aber auch (im Sommer) in unserer Haut durch den Einfluss der Sonne (UV-Licht) gebildet.
Zum Beispiel reichen bei Menschen unter 70 Jahren während der Sommermonate bereits 10 Minuten Aufenthalt im Freien mit „Bestrahlung“ der Hände und des Gesichtes, um den Tagesbedarf an Vitamin D zu decken.
Für Frauen in den Wechseljahren, bei denen weitere Risikofaktoren vorliegen, ist eine vorbeugende Behandlung mit Östrogen/ Gestagen zu überlegen.
Männer mit Sexualhormonmangel sollten darüber mit einem Arzt mit entsprechender Erfahrung sprechen.
Früherkennung
Der für die Osteoporose charakteristische Knochenschwund kann bei den am stärksten gefährdeten Menschen (bei gegebener medizinischer Indikation) durch Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) festgestellt werden.
Die Osteodensitometrie ist das einzige wissenschaftlich anerkannte Verfahren, das frühzeitig eine Verminderung der Knochendichte erkennen lässt, bevor die für die Osteoporose charakteristischen Spätkomplikationen, die Knochenbrüche, aufgetreten sind. Dass vom anwendenden Arzt spezielles Fachwissen und Verantwortung zu fordern ist, gilt für die Knochendichtemessung wie für alle anderen medizinisch-diagnostischen Techniken.
Eine erniedrigte Knochendichte ist nicht schon automatisch die Diagnose einer Osteoporose, aber dringender Grund für eine sorgfältige Untersuchung.
Dies hat praktische Konsequenzen: Eine Osteoporose kann um so erfolgreicher therapiert werden, je früher die Behandlung begonnen wird. Bei ausreichend frühem Behandlungsbeginn ist eine Heilung der Osteoporose möglich.
Die Heilungsaussichten verschlechtern sich hingegen, wenn mit der Therapie spät begonnen wird. Liegt der Behandlungsbeginn nach dem Auftreten erster Knochenbrüche, so sind neben der medikamentösen Therapie rehabilitative Maßnahmen und Schmerztherapie zusätzlich einzuplanen.
Der Verzicht auf den Einsatz der Osteodensitometrie bei Patienten mit hohem Osteoporose-Risiko führt somit zwangsläufig dazu, dass diese erst bei fortgeschrittenem Leiden, d.h. häufig erst nach eingetretenem Knochenbruch, diagnostiziert werden können und schlechtere Therapieaussichten haben.
Bei Einsatz angemessener Untersuchungstechniken zur Früherkennung der Osteoporose und gezielt eingesetzter Therapie kann vielen der von Osteoporose bedrohten Bürger das Schicksal belastender Knochenbrüche erspart werden.
Behandlung der eingetretenen Osteoporose
Dem behandelnden Arzt stehen heute eine Reihe von wirksamen Medikamenten zur Verfügung, die bei richtigem Einsatz die Anzahl der Knochenbrüche entscheidend vermindern können. Dies ist durch zahlreiche internationale wissenschaftliche Studien bewiesen und im internationalen Schrifttum dokumentiert.
Welches Präparat zum Einsatz kommt hängt davon ab, in welcher Situation des Knochenstoffwechsels ein Knochenbruch zur Diagnose führt.
In jedem Falle sollten die typischen Osteoporose-Medikamente (in alphabetischer Reihenfolge: Bisphosphonate, Calcitonine, Fluoride, Östrogene/ Gestagene und SERMs = Selektive Östrogen-Rezeptor-Modulatoren) von einer ausreichenden Calcium- und Vitamin D-Zufuhr und sportlicher Bewegung mit Muskelaufbau begleitet sein.
Die Beurteilung des Therapieeffektes durch den Arzt erfolgt mittels Knochendichtemessung, durch Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule und ggf. auch durch die Messung des Knochenumsatzes.
Begleitende Maßnahmen
Die Rehmobilisierung der Osteoporose-Kranken ist erforderlich, denn ohne Bewegung werden die Medikamente weniger wirksam sein. Physiotherapie mit dem Ziel der Muskelstärkung und Bewegungsübungen sowie auch, wenn nötig, Schmerzbehandlung, sind wichtige Komponenten der Osteoporose-Therapie.
Selbsthilfegruppen unterstützen die Motivation und verbessern die Möglichkeiten zur Mobilisierung. Eine aktive Beteiligung der Betroffenen ist eine wichtige Voraussetzung zur erfolgreichen Besserung der Erkrankung.
Quelle: www.osteoporose.org
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